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Mit dem Zweiten sieht man besser?

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Das ZDF wirbt mit

  "Mit dem Zweiten sieht man besser."

Dabei werden dann zumeist Promis oder Moderatoren des ZDF gezeigt, die sich dann mit zwei Fingern (Zeige- und Mittelfinger) der rechten Hand das rechte Auge zuhalten - wie hier ein Screenshot einer Bildersuche bei Google zeigt:




Als ob man mit einem Auge besser sehen könnte?
Die Einschätzung einer Entfernung ist z. B. viel schwieriger.
Ob wir "mit dem Zweiten" die Distanz verlieren?

Wie dem auch sei, mir denkt es dann oft:

  Mir dem Zweiten ist man auf dem rechten Auge blind!

Jeden Tag ein bisschen besser?

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REWE wirbt seit geraumer Zeit mit:

  "REWE Jeden Tag ein bisschen besser":


Mir denkt es dann immer: Jeden Tag ein bisschen besser, aber nie wirklich gut!

wer recht hat, muß erst recht schreien?

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Bei Günther Anders in Die molussische Katakombe diesen Dialog gefunden:

  "Ich lernte nämlich: wer Unrecht hat, schreit."
  "Dann muß, wer recht hat, erst recht schreien. Die stille Wahrheit ist leicht niedergeschrien. Aber die laute Lüge ist nur mit Dröhnen zu besiegen. Wenn es auch noch so beschämend ist, der Wahrheit durch Pauken und Trompeten zu sich selbst zu verhelfen - wir müssen schreien. Vornehm sein können wir schließlich nach dem Siege." S. 308


Doch ein Kapitel weiter in der "NACHT" unter "Olo erkrankt an Überflüssigkeit" heißt es:

  "Es lohnt sich nicht, sie aufzuregen, (...) man wird immer mißverstanden.' S. 308

Man ist versucht zu fragen:
  Ja was denn nun?
  Schreien und doch nicht aufregen?
  Wie geht das?

Doch ist es wohl weiser der Wahrheit ohne Aufregungen, aber gegebenenfalls mit Nachdruck zum Durchbruch zu verhelfen.
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Bei Günther Anders in der zweiten erweiterten Auflage von Die molussische Katakombe das hier gefunden:

  'Dieses Herumstehen, ... ist das Schlimmste nicht. Man tut, was man kann. Zuweilen erledigt man sogar noch einen kleinen Auftrag. Dann ist die Zeit nicht ganz verloren.' S. 331

Musste dabei immer wieder an Arbeitssituationen denken,
in denen es weniger ein Herumstehen ist,
als vielmehr ein Herumsitzen, ein Herumsurfen, ...
- um gelegentlich, "zuweilen" einen "kleinen Auftrag" zu erledigen,
damit "die Zeit nicht ganz verloren" ist.

Hier noch das Ganze im Kontext der Erzählung (S. 329 ff.) von Günther Anders, die mit

Dialog im Rennen. Oder warum
Herr Basik wünscht, unsterblich zu sein

überschrieben ist.

Hintergrund ist hier, dass der Vertreter Basik 60 Jahre alt geworden war. Sein Hausarzt hatte ihm verboten, seinen Beruf weiter auszuüben. Doch Basik konnte seine "altgewohnten Gänge nicht aufgeben". Dabei traf er auf Bo, Bo hielt das Gehen für Zeitvergeudung. Für Basik war das vielmehr ein Ausfüllen der Zeit. Nachdem Bo Basik nach einem halben Jahr wieder traf, blickte Basik starr nach oben "auf das Zifferblatt einer Normaluhr".

  'Und wie geht es?' fragte er [Bo R.T.] beiläufig. (...)
  Herr Basik ließ seinen Blick nicht von Uhr. 'Dieses Herumstehen'. antwortete er fast unhörbar, 'ist das Schlimmste nicht. Man tut, was man kann. Zuweilen erledigt man sogar noch einen kleinen Auftrag. Dann ist die Zeit nicht ganz verloren. Aber wenn ich bedenke, die ganze Zeit nach meinem Tode. Jahr für Jahr. Wie die vergeudet wird. Unsterblich müßte man sein.'
*
  Yegussa wußte wieder einmal nicht, was er mit der Geschichte anfangen sollte. Ja noch nicht einmal, ob Bo rechte hatte oder Basik.
  "So einfach ist das nicht", beantwortet Olo Yegussas Frage.
  "Bo scheint der Überlegene. Denn er scheint zu wissen, daß freie Zeit, Freizeit bedeutet. Aber wer seine zeit für ihn verliert, damit er die seine 'für sich' gewinne, das scheint er sich nicht zu überlegen. Basik scheint der strengere. Er weiß, die Zeit ist eine Chance für die Pflichten. Aber in der Prüfung, ob die Pflichten lohnen, scheint er nicht gerade sehr streng zu sein.
Du siehst, die Teile der Wahrheit und die Teile der Unwahrheit sind auf beide verteilt. So haben wir sie von neuem zu ordnen. Was wir an Zeit verlieren für die Sache, für die wir hier unten sitzen, das ist verlorene Zeit. Aber unsere Sache ist: die Zeit herbeizuführen, in der die Unseren dort oben einmal nicht mehr ihre Zeit zu verkaufen haben.' S. 331 f.
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Gestern im Kreismuseum Zons gewesen und dort die Vorführung Siddhartha des Theaters der Dämmerung gesehen.

Während der Vorstellung stockte auf einmal der Sprecher Friedrich Raad, während er sagte:

" und Siddhartha sprach: ... 'Kurzschluss'"

ging das Licht aus. Es hatte einen Kurzschluss gegeben. Die Sicherung war geflogen, weil wohl Flüssigkeit in den Verstärker gelaufen war.

Spontan wurde eine Pause eingelegt, um den Verstärker am elektrischen Händetrockner in der Toilette zu trocknen.

Das war noch einmal Improvisationstheater pur, indem das Publikum eingebunden wurde. Denn der Vorschlag, den Verstärker mit dem elektrischen Händetrockner zu trocknen, kam direkt von meiner Nachbarin.

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Letztens im Sinneswald diese Skulptur von Rainer Osenberg gesehen:

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Er nennt die Skulptur als "Der letzte Idealist schämt sich fremd".

Wessen mag dieser Idealist sich schämen?

Des Betrachtes?

Wie dem auch sei, ich musste gleich ans "Fremdschämen und Fernstolzen" denken.

Gras in Dachrinne

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Die Natur holt sich alles zurück!

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Am Militärring kurz vor der Brühler Landstraße gesehen.

Betablocker

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Diskussion um Download von Beta-Versionen.

Kollege mokierte sich über Beta-Version, was ich damit wolle.

Habe ihn zum Betablocker gemacht!
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Diskussion unter Kollegen über EDV-Hotline.

Habe ketzerisch behauptet, man müsse nur ein paar Textbausteine parat haben. Ich hätte mal in einem Helpdesk den Spruch gehört:

"Das Problem ist bekannt. Es wird daran gearbeitet. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht."

Diesen Spruch könne man auch in Varianten nutzen.

Darauf meinte eine Kollegin, das wolle sie dann auch nutzen, wenn der Mitarbeiter anrufe, um zu kündigen:

"Das Problem ist bekannt. Es wird daran gearbeitet. ..."

Später kamen wir auch noch auf die Krankmeldung der Mitarbeiter:

Mitarbeiter rufe in der Firma an, um sich krank zu melden und bekomme zur Antwort:

"Das Problem ist bekannt. Es wird daran gearbeitet. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht."

Das erinnert mich an eine Arbeitsweise Ludwig Wittgensteins, indem er Sätze in unterschiedliche Kontexte gestellt und überprüft hat.

Splitter: Ein Wald im Tunnel?

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Konnte noch vor der Eröffnung der Ausstellung von Judith Maria Kleintjes deren neue Ausstellung "Splitter" in der Raketenstation Hombroich von außen sehen. Die Westdeutsche Zeitung titelte schon "Ein Wald im Tunnel":







Ich habe aber auch noch einen 'Wald auf der Treppe' dort sehen können: )